Donnerstag, März 05, 2015

Kapitel Sieben

Wer zum Teufel ist Boris? Wohin fahren wir in 30 Minuten? Warum bin ich diesen Morgen aufgestanden?!

Diese Fragen bombardierten den Kopf Clenins und gaben ihm Kopfschmerzen. Oder vielleicht war das der Schlag. Er hatte aber keine Antworte, was sich sehr ärgerte. Er war dieses Gefühl nicht gewohnt. Er hieß Alphons Clenin, und es war ihm die Pflicht, die Antworte zu wissen. Vielleicht sollte er anfangen, das Gespräch im Wagen aufzupassen.

Der Fahrer sprach ärgerlich. „Hast du mich nicht gehört? Was ist da los mir Boris?“

„Beruhige dich, Boris erwartet uns“ antwortete der fette Mann locker. „Gretel, gib mir ein anderes Stück Schokolade.“

„Klar. Sie ist lecker, oder? Möchtest du auch ein Stück?“ Gretel bat dem Fahrer die Schokolade an.

Clenin hörte seine zwei Entführer, als sie die Schokolade kauten. Nach einer Weile wurde alles ruhig. Er hörte nichts außer dem Motor und seinem Herzschlag. Plötzlich wich der Wagen ab und warf er Clenin nach rechts.

„Scheiße!“ Gretel schrie. Der Wagen bremste heftig. Eine Tür öffnete und auf einmal wurde die Augenbinde Clenins abgerissen. Die alte Frau stand vor ihm und löste seine Hände. Clenin schaute neben ihr an zwei schlafende Männer.

„Die Sedative sollten ein paar Stunden dauern. Wir haben den Lastwagen - das ist der Wichtiger. Jetzt helfen Sie mir, diesen Körper in den Kofferraum zu bewegen.“

Clenin wusste nicht, wie er antworten sollte. "Moment mal, ich bin Polizist... und ich sehe, dass..."

„Sie sehen, doch, aber sie verstehen nichts!“ Gretel sprach ungeduldig. „Aber als Polizist sollen Sie wissen, nicht alles ist wie es zu sein scheint. Diese Schokolade ist nicht nur Schokolade. Ich bin nicht nur eine verrückte Frau. Und Ulrich Schmied war nicht nur ein Polizeileutnant.“

„Was.. was meinen Sie?“

„Hören Sie mir gut zu. Ich wollte früher Sie im Dunkeln lassen und ich versuche das noch. Je mehr Sie wissen, desto gefährlicher wird es Ihnen, verstehen Sie? Es kam zum schlimmen Ende für meinen Sohn. Sie haben aber eine Wahl. Sie können jetzt nach Twann zurückkehren. Lassen Sie diese allein. Bleiben Sie sicher.“

Wie schön, wie verlockend, klingt das! „Ich verstehe die Gefahr“ antwortete Clenin. „Aber als Polizist verstehe ich auch, dass es richtig ist, die Wahrheit zu finden. Wir fahren fort zusammen.“


Gretel stieg ins Wagen ein. „Dann müssen wir uns beeilen. Leila Boller hat vor, eine Reise zu machen, und sie ist in Gefahr. Was wissen Sie von einer Gruppe - von dem "Kaffee Klub?“

Fortsetzung folgt...


Wer zum Teufel - Who on earth
Entführer - kidnappers
plötzlich abweichen - to swerve
abgerissen - ripped off
lösen - to free, to release
im Dunkeln lassen - to leave (s.o.) in the dark
verlockend - tempting
vorhaben - to intend

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